El Salvador

Regiert von kriminellen Jugendbanden

Kriminelle Jugendbanden, sogenannte Maras, kontrollieren ganze Stadtviertel und beeinträchtigen das Leben der Bevölkerung massiv. Raubüberfälle, Drogenhandel und Schutzgelderpressungen lähmen das Land. Jeden Tag verlieren 17 Menschen ihr Leben. Die meisten Morde gehen auf das Konto der Banden.

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El Salvador ist flächenmässig rund halb so gross wie die Schweiz. Mit 7,4 Millionen ist die Bevölkerung aber beinahe gleich gross. Doch der dichtbesiedelte Staat ist zum Auswanderungsland geworden: Rund ein Viertel aller Salvadorianer leben bereits im Ausland, mehr als eine Million davon in den USA. Hauptgründe sind die grassierende Armut, die hohe Arbeitslosigkeit und die ausufernde Kriminalität.

Kinder in Armenvierteln im Visier der Banden

Die kriminellen Jugendbanden beschaffen sich ihren Nachwuchs in den Armenvierteln der grossen Städte. Mit Erfolg. Denn der Schulunterricht findet in El Salvador oft nur vormittags statt. Den Nachmittag verbringen die Kinder und Jugendlichen benachteiligter Familien auf der Strasse.

Bei der wirtschaftlich schwierigen Lage fehlt es den jungen Menschen an Perspektiven. Jeder Weg aus der Armut – und sei er noch so gefährlich – wird da zur Verlockung. Für die Gangs ist es deshalb ein Leichtes, neue Mitglieder zu rekrutieren.

Fürs Leben gezeichnet

Der Terror geht hauptsächlich von zwei sich rivalisierenden Banden aus, der «Mara Salvatrucha» (MS-13) und der «Mara Dieciocho» (M-18). Merkmale beider Gangs: unvorstellbare Brutalität und Gewaltbereitschaft. Gängige Aufnahmerituale sind das Töten eines Freundes oder sich von den Bandenmitgliedern aufs Brutalste verprügeln zu lassen – ohne Gegenwehr.

Die bei den Bandenmitgliedern charakteristischen Tätowierungen haben vielerlei Bedeutungen. In erster Linie sollen die Symbole auf Gesicht und Körper aber die Zugehörigkeit zu einer Gang besiegeln. Entsprechend gibt es kein Zurück. Der einzig vorgesehene Austritt aus einer Bande ist der Tod.

«Wir müssen den Jugendlichen zeigen, dass Bildung der richtige Weg ist.»

Juan Alvarez – Bürgermeister
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Mit Bildung zu besseren Zukunftschancen

Die Projekte der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi halten Kinder und Jugendliche durch Freizeitangebote von der Strasse fern. Mit einem Netz von Freiwilligen entstehen vielseitige Angebote wie Tanz- und Musikkurse, diverse Sportarten und Themenworkshops.

Gleichzeitig werden Lehrpersonen darin ausgebildet, den Unterricht interessanter und lehrreicher zu gestalten. Dank unserer Bemühungen brechen weniger Kinder die Schule ab. Sie schöpfen Hoffnung und sehen im Schulunterricht eine echte Alternative zu den Banden.

Impressionen aus dem Projektalltag

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